Wednesday, August 10, 2011

Andre Chenier auf der Seebühne


Meine erste Oper - und ich kann immer noch nicht sagen, dass ich jetzt eine Oper gesehen habe, weil diese war leider unvollständig .... Dafür hatten wir aber doppeltes Schauspiel: Naturschauspiel und das Theater auf der Seebühne standen in direkter Konkurrenz zueinander. Und sie haben sich gegenseitig nichts geschenkt. Letztendlich hat aber das Gewitter und der Sturm dann doch gegen die monumentale Seebühne und den riesigen Aufbau des badenden Toten (ein echtes Konstruktionswunder) gewonnen. Die Bühne wurde rechtzeitig geräumt (und wir wunderten uns noch, warum nach dem ersten Akt abgebrochen wird, wenn es doch nur fast durchgehend geregnet hatte und alle Stunts bisher unverletzt im Wasser gelandet waren). Das Schauspiel des Publikums war auch nicht zu unterschätzen: Davor aufgetakelt und elegant, danach in Plastikumhängen vor dem Wetter flüchtend. Auch eine Art Revolution - zwar nicht die französische Art, wie auf der Bühne, aber trotzdem nicht uninteressant und nicht weniger tüttelig, wie die Aristokraten da vorn. Auf der Heimfahrt waren dann auch einige Verluste zu beklagen - einige Plätze, welche auf der Hinfahrt noch besetzt waren, blieben leer. Wir hoffen das diese nicht dem Sensenmann, welcher in diesem Stück ständig lautlos präsent war und auch nacher auf der Flucht vor dem Regen noch rumhinkte (allerdings ohne Sense), zum Opfer gefallen sind.

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